Goerlitz_Altstadt_Altstadtbrücke_Peterskirche_Achim Keiper

Grenzschönheiten Görlitz und Zittau

Im äußersten Zipfel des Landes direkt an den Ufern der Neiße, die auch gleichzeitig die Grenze zu den benachbarten Ländern Polen und Tschechien darstellt, liegen die zwei Städte verborgen. Ausgestattet mit zahlreichen kulturellen Highlights, könnt ihr hier auch Natur pur erleben- im Gebirge, auf dem Fluß oder am See.

Rathaus auf dem Untermarkt in Görlitz_(c)_ReadyForBoarding.pl

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Görlitz: eine Stadt, unzählige Highlights – Film ab!

Görlitz ist wie eine reich gedeckte Tafel auf einer Hochzeit: Die Stadt an der Neiße hat Geschmack, sieht gut aus und fühlt sich einfach gut an. Da gibt es den historischen Büchersaal der Oberlausitzischen Bibliothek der Wissenschaften. Ein Genuss für die Augen: Inmitten vollbeladener, deckenhoher Bücherregale fühlt ihr euch wie bei Harry Potter auf Hogwarts. Der wohl schönste Bibliotheksraum Deutschlands beherbergt mehr als 20.000 Bücher – wow! Nur unweit von Görlitz entfernt, liegt der Berzdorfer See. Ihr denkt, Strand kann nur die Ostsee? Falsch. Es erwartet euch klares Wasser und weißer Sandstrand – der perfekte Ort für Wassersport, Entspannung und für eine Fahrradtour am Ufer entlang.

Unser Tipp: Legt einen kleinen Zwischenstopp im Hotel „Insel der Sinne“ direkt am Oder-Neiße-Radweg ein. Genießt in den herrlich gemütlichen Lounge-Möbeln einen Kaffee mit direktem Blick aufs Wasser.

Was haben die Kinoerfolge „Der Vorleser“, „Inglourious Bastards“ und „Grand Budapest Hotel“ gemeinsam? Görlitz war Schauplatz dieser und über 100 weiterer Filme. Der Mix aus bildschön restaurierten Häuserfassaden und verwitterten Gebäude aus vergangenen Jahrzehnten locken Filmteams aus aller Welt in die östlichste Stadt Deutschlands. Entdeckt „Görliwood“ auf einem Rundgang zu Fuß oder mit dem Film-Tour-Bus und träumt euch ans Filmset neben Christoph Waltz oder Kate Winslet.

Unser Tipp: Erfahrt auch besondere Anekdoten zum Aufenthalt der Stars in Görlitz bei einer Stadtführung durch die Welt des Films.

Görlitz_Bibliothek der Wissenschaften_innen_Alexandr_Zelikov_GSC

Apropos Kulisse: Prägend für die Stadtsilhouette ist die Pfarrkirche St. Peter und Paul
– das Wahrzeichen von Görlitz. Absolute Attraktion: die Sonnenorgel mit den Zimpelsternen im Inneren.

Unser Tipp: Es lohnt sich auf jeden Fall, dem Anspiel der Orgel zu lauschen. Im Zusammenspiel mit der Innengestaltung der Kirche ist das ein Erlebnis mit Gänsehaut-Effekt.

All diese Eindrücke machen natürlich hungrig. Ihr wollt die für Görlitz typisch schlesische Küche probieren? Dann bestellt euch in einem der traditionsbewussten Wirtshäuser in der Görlitzer Altstadt die Spezialität „Schlesisches Himmelsreich“ und zum Nachtisch "Schlesische Mohnklöße". Für uriges schlesisches Ambiente lohnt auch ein Abstecher in den „Dreibeinigen Hund“. Es darf gern etwas edler sein und ihr wollt da speisen, wo die Hollywood-Riege regelmäßig einkehrt? Dann ist das Restaurant Lucie Schulte für euch die richtige Adresse.

Insider-Tipp: Wer mit dem Zug nach Görlitz reist, entdeckt am Bahnhof ein weiteres architektonisches Zuckerstück. Unbedingt Fotos in der tonnengewölbten und lichtdurchfluteten Empfangshalle knipsen. Verliebten empfehlen wir den "Flüsterbogen" am Untermarkt 22.

Zittau_Blick zum Gebirge_Foto_Thomas_Glaubitz

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Zittau- Mittendrin statt nur dabei

Willkommen im Dreiländereck zwischen Deutschland, Polen und Tschechien, willkommen in Zittau. Eine reizvolle Stadt der authentischen Kontraste: Lasst euch treiben zwischen den prunkvollen Fassaden rings um den Marktplatz und den würdevoll gealterten Gebäuden abseits des Zentrums, die stark an Görlitz erinnern. Die Fastentücher sind das Highlight in Zittau und in Deutschland einmalig. Im Museum Kirche zum Heiligen Kreuz bestaunt ihr das Große Fastentuch, welches in 90 Malereien riesigen Ausmaßes die biblische Geschichte darstellt. Ein faszinierender Anblick!

Zittau könnt ihr gut und bequem zu Fuß erkunden. Die Highlights der Stadt liegen nah beieinander. Um die Stadt von oben zu überblicken, lohnt der Aufstieg auf den Aussichtsturm der Kirche St. Johannis. Von hier aus reicht euer Blick bis ins Zittauer Gebirge und in die Nachbarländer Polen und Tschechien hinein. Wer Natursehnsucht bekommt, kann von Zittau aus direkt mit der Schmalspurbahn ins Zittauer Gebirge dampfen.

Unser Tipp: Der Turm wird noch von einem echten Türmer betreut. Täglich 12.00 Uhr trefft ihr ihn zum Gespräch und könnt dem täglichen Trompeten-Anspiel lauschen.

Schmalspurbahn Zittau (c) Johannes Hulsch/ @bokehm0n

Überraschende Wohnbau-Kunst erlebt ihr im Pop-Art-Viertel „Mandauer Glanz“. 180 Wohnungen finden sich hier in ein nachhaltiges Kunstprojekt eingebettet. Zittau beweist damit, dass auch Experimente in historischen Städten funktionieren. Der Innenstadtbereich Rosenstraße / Grüne Straße ist seitdem ein echter Hingucker.

Unser Tipp: Unbedingt die Kamera auspacken. Die außergewöhnliche Fassadengestaltung der Wohnblocks sind ein wahrer Foto Spot.

Durch Zittaus Altstadt schlendern, macht hungrig. Wer das Dreiländer-Ambiente von Zittau auch kulinarisch erleben möchte, steuert das historische Wirtshaus „Dornspachhaus“ an. Hier kommen böhmische, schlesische und sächsische Köstlichkeiten auf den Tisch.

Typische Oberlausitzer Kochkunst gibt es im Traditionslokal „Zum Alten Sack“. Unbedingt hier probieren: „Assn mit Abern“ (Gerichte mit Kartoffeln)!

Zittauer Fastentuch_Detail_Wolfgang Gärtner